Das bekannte Gründungsmitglied und der Verein Essener Chancen erhielten beim 3:0-Sieg von Rot-Weiss Essen gegen Düsseldorf II den mit 25.000 dotierten ‚Rheinischen Provinzial Preis – Menschen füreinander. Menschen miteinander.‘.
Der Schauspieler war begeistert von der Stimmung an der Hafenstraße und kommentierte seine eigene Rolle bei der Preisübergabe bescheiden: „Ich bin heute das Aushängeschild des Vereins. Aber nicht ich bekomme den Preis, sondern die Essener Chancen. Ich habe eine große Achtung vor den Menschen, die hier im Alltag die Projekte mit den Kindern stemmen.“ Ulrike Lubek, Direktorin Landschaftsverband Rheinland, brachte es auf den Punkt: „Es ist wichtig, dass die Schwächsten die Stärksten haben.“
Mit dem Provinzial-Preis ausgezeichnet werden Personen, die sich bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund oder Inklusion von Menschen mit Behinderungen besonders engagieren. „Der Preis wird von der Kultur- und Sozialstiftung der Provinzial Rheinland jährlich ausgelobt und ist mit 25.000 Euro dotiert“, erklären Lubek und Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes gemeinsam. Rudolf E. Gaul, Geschäftsführer der Kultur- und Sozialstiftung des Versicherers, freute sich, den Preis im mittlerweile vierten Jahr zu überreichen.
Henning Baum würdigte die soziale und praktische Arbeit in den Projekten vor Ort: „Viele Menschen unterstützen den Verein jeden Tag mit viel Engagement und mit viel Herz. Diesen möchte ich heute Abend meine Achtung und meinen Respekt aussprechen. Ohne sie würde das nämlich nicht funktionieren. Dieses Geld ist ausgesprochen nützlich und kommt an der richtigen Stelle an.“
So war es Bürgermeister Franz-Josef Britz, der dem Mimen selbst für sein Engagement dankte: „Wir freuen uns ganz besonders, dass wir so ein prominentes Aushängeschild haben wie Henning Baum. Denn ohne Personen, die sich dafür einsetzen, ohne Personen, die sich damit identifizieren, geht alles nicht!“
‚KICK RACISM OUT‘ – ein klares Zeichen für Toleranz und gegen Rassismus
Unter dem Motto ‚KICK RACISM OUT‘ ist Essen am Donnerstag, 20. November 2014, wieder Austragungsort eines ganz besonderen Sportevents für Essener Schulmannschaften. In der Fußballhalle goalfever™ in Altenessen richtet das AWO Fan-Projekt ein Turnier der Streetsoccer-Serie aller Fanprojekte in Nordrhein Westfalen aus. Besonderheit des Events: In jedem Team kicken Kinder aus mindestens zwei verschiedenen Nationen gemeinsam. „Mit diesem seit 2006 organisierten Veranstaltungsformat wollen wir die integrativen Möglichkeiten, die der Fußball bietet, nutzen, um ein klares Zeichen für Toleranz und gegen Rassismus zu setzen“, so Claudia Wilhelm und Roland Sauskat vom AWO Fan-Projekt Essen.
Für die diesjährige Ausgabe haben sich insgesamt zehn Jungen- und sieben Mädchenmannschaften aus acht verschiedenen Schulen angemeldet, um ihre jeweilige Lehranstalt als tolerante Gemeinschaft zu präsentieren. Eröffnet wird das integrative Schülerturnier vom langjährigen Vorsitzenden der AWO Essen Michael Franz, dem Essener Bürgermeister Franz Josef Britz und dem geschäftsführenden ersten Vorsitzenden von Rot-Weiss Essen, Dr. Michael Welling. Darüber hinaus dürfen sich die fußballbegeisterten Schülerinnen und Schüler am Nachmittag auf Marcel Platzek und Tim Hermes vom rotweissen Regionalligateam freuen.
Das AWO Fan-Projekt richtet in der Fußballhalle goalfever™ auf Fritz das Turnier der Streetsoccer-Serie aller Fanprojekte in Nordrhein-Westfalen aus. Dabei ist es zum siebten Mal Gastgeber des Turniers und empfängt die Teilnehmer und Besucher mit einer einzigartigen Kombination aus Sport- und Fußballcenter, Bowlingbahn, Gästehaus und Gastronomie. Eingebettet in das atmosphärische Ambiente der vormaligen Zeche Fritz von 1859 in Essen, mitten im Herzen des Reviers.
Susanne Völkel
