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FC Inde Hahn und der Wunsch nach erneutem Pokal-Coup

Posted on 9. Oktober 2014 by NOFB

Am Samstag startet der SC Fortuna Köln die Pokalsaison: In der ersten Runde des Bitburger-Pokals treffen die Kölner auf den FC Inde Hahn. Der Bezirksligist will das Duell mit dem Drittligisten nutzen, um Schwung in die anstehenden ‚Wochen der Wahrheit‘ mitzunehmen. Dabei setzt die Elf von Trainer Oliver Heinrichs auf positive Erfahrungen aus der letzten Saison.

Es war die Überraschung im letztjährigen Bitburger-Pokal: Bereits in der ersten Runde musste Regionalligist Alemannia Aachen die Segel streichen. Mit einem 2:1-Erfolg setzte sich der FC Inde Hahn noch in der regulären Spielzeit gegen die Alemannia durch. Welchen Stellenwert dieser Triumph dabei für den Bezirksligisten einnimmt, ist auf der Vereinshomepage zu entnehmen: So zählt der Sieg gegen Aachen neben dem Aufstieg in die Bezirksliga vor fünf Jahren zu den größten sportlichen Erfolgen bis dato.

Nach dem Coup war jedoch bereits eine Runde später Endstation im Bitburger-Pokal: Eine 4:5-Niederlage gegen den FC Hürth besiegelte das Aus für den FC Inde Hahn. Nachdem man gegen den späteren Landesligameister zur Pause ein 2:2 hielt, zog Hürth mit 2:5 davon. Ein später Doppelpack von Peter Szczyrba konnte den Pokaltraum des FC Inde Hahn nicht weiter am Leben halten, sodass der heutige Mittelrheinligist aus Hürth in die nächste Runde einzog.

Pokalspiel Auftakt zu ‚Topspiel-Wochen‘

Nun wartet mit der Fortuna erneut ein klassenhöherer. „Mit dieser Begegnung erleben wir ein erneutes Highlight auf unserer Anlage. Die Freude auf solch einen Gegner ist natürlich bei allen groß“, kommentiert Trainer Heinrichs das Los. Das Duell mit den Kölnern ist für den Bezirksligisten der Auftakt zu einer Reihe von Topspielen. Nach dem Pokalspiel warten in der Meisterschaft die drei Mannschaften, die derzeit in der Bezirksliga mit dem FC Inde Hahn die Spitzengruppe bilden. So gastiert am übernächsten Wochenende der Tabellenführer Alemannia Mariadorf am Kitzenhausweg. Danach reist man zum derzeitigen Vierten Germania Eicherscheid, die aktuell noch ein Spiel weniger haben. Der Abschluss bildet das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Concordia Oidtweiler.

Am vergangenen Dienstag konnte sich der FC Inde Hahn in der Bezirksliga nun warmspielen für den Pokal-Schlager: Am heimischen Kitzenhausweg feierte man gegen Eintracht Verlautenheide einen klaren 4:0-Erfolg. Dabei brachten zwei Patzern der Gäste Inde Hahn auf die Siegerstraße, ehe Gökhan mit einem sehenswerten Volleytor die Vorentscheidung besorgte. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich Szczyrba.

Drittbester Sturm der Bezirksliga

Der Sieg gegen Verlautenheide brachte dem FC Inde Hahn dabei nicht nur drei Punkte ein, sondern verbesserte auch das Torverhältnis: Mit 22 Treffern stellt man in der Staffel 4 derzeit den zweitbesten Sturm. Besonders Dunkel und Szczyrba taten sich dabei bislang als Torjäger hervor. Mit jeweils 6 Treffern liegen beide nur zwei Tore hinter dem derzeitigen Toptorjäger. Schon in der abgelaufenen Spielzeit lag die Stärke bei der Elf von Heinrichs in der Offensive: 74 Tore bedeuteten den besten Sturm in der Staffel 4 und den insgesamt drittbesten Sturm aller Bezirksligisten.

Einer der sich dabei immer wieder in den Vordergrund spielen kann, ist Peter Szczyrba. Vor der abgelaufenen Saison von Alemannia Mariadorf gekommen, avancierte der 26-Jährige direkt zum Toptorjäger des FC Inde Hahn: So gelangen Szczyrba in der vergangenen Spielzeit 22 Tore in 28 Bezirksligapartien. Zudem weiß der Mittelfeldakteur, wie man auch gegen klassenhöhere Teams trifft. Sein Tor gegen Alemannia Aachen zum 2:0 bedeutete am Ende den Einzug in die nächste Runde. Diese Erfahrung will man auch am kommenden Samstag nutzen, schließlich dürfte der FC Inde Hahn gegen eine Wiederholung des letztjährigen Coups wohl nichts einzuwenden haben.

Fortuna mit Auftakt in die Pokalsaison

Die Fortuna geht ungeachtet dessen als Favorit in die Partie und will die Hürde Inde Hahn erfolgreich nehmen. Schon nach der Partie gegen Energie Cottbus unterstrich Fortuna-Trainer Uwe Koschinat den Stellenwert der Erstrundenpartie: „Das Spiel im Pokal ist für uns genauso wichtig, weil es für uns ein wichtiger Wettbewerb ist.“ Über fünf Runden können sich die Kölner dabei für den DFB-Pokal qualifizieren. Der erste Schritt dazu ist ein Weiterkommen gegen Bezirksligist Inde Hahn. Verzichten muss die Fortuna dabei weiter auf die Dienste von Bender, Flottmann, Kialka und Yilmaz.

Hinweis: Der FC Inde Hahn verweist bei der Anreise darauf, die Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs zu nutzen, da Parkmöglichkeiten am Sportplatz Kitzenhausweg stark begrenzt sind.

Kwame und Sievers zurück im Mannschaftstraining

Pro Physio Rink präsentiert den Verletztenreport: Das Verletztenlager der Fortuna lichtet sich: So kehrten Kusi Kwame und Jan-Andre Sievers zurück ins Mannschaftstraining. Zudem verläuft die Heilung von Bender und Kialka nach Plan.

Am vergangenen Samstag gegen Energie Cottbus fehlten beide noch auf Grund von Zerrungen, am Dienstag stiegen Kwame und Sievers aber bereits wieder ins Mannschaftstraining ein. Damit erweitern sich die personellen Möglichkeiten für Fortuna-Trainer Uwe Koschinat. „Jan und Kusi haben das Training wieder aufgenommen und stehen für einen Einsatz im Pokal gegen Inde Hahn somit zur Verfügung“, bestätigt auch Christian Osebold, Leiter der medizinischen Abteilung. Beim 3:0-Erfolg gegen Energie Cottbus rückte Dennis Engelman zuletzt in die Startformation und erfüllte seine Aufgaben mehr als ordentlich: „Großes Kompliment an Dennis, der Michel heute mit Ball hervorragend verteidigt hat und da sehr aufmerksam war“, zeigte sich Koschinat nach dem Spiel mit dem 19–Jährigen zufrieden.

Neben den beiden Rückkehrern Kwame und Sievers gibt es zudem auch positive Meldungen von Bender und Kialka. So verläuft die Heilung von Kialka, der an einem Teilriss des Innenbandes laboriert, planmäßig. Auch Bender, dessen Bruch in der Mittelhand konservativ behandelt wird und mit einer Schiene versorgt ist, liegt soweit im Soll: „Alle bisherigen Kontrolluntersuchungen bei Mannschaftsarzt Christoph Bruhns im Eduardus Krankenhaus verliefen sehr zufriedenstellend. Lars wird aber voraussichtlich noch etwa drei Wochen brauchen“, beschreibt Osebold den Stand bei Bender.

Nach wie vor warten muss der SC Fortuna Köln hingegen noch für einige Zeit auf Flottmann und Yilmaz, die beide weiterhin täglich Rehabilitationsmaßnahmen absolvieren.

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