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Nach 0:2 retten Rasenspieler Remis

Posted on 29. November 2009 by NOFB

In seinem letzten Heimspiel des Jahres ist der VfR Mannheim über ein 2:2 gegen den FV Lauda nicht hinaus gekommen. Dabei mussten die Blau-Weiß-Roten einem 0:2-Halbzeitrückstand hinterherlaufen, waren am Ende aber trotzdem dem Sieg näher als die Gäste aus dem Taubertal.

Die Partie hätte für den VfR schlechter nicht beginnen können. Marcel Calbert lässt sich wenige Meter vor der Strafraumgrenze von Ramazan Kandazoglu den Ball abluchsen, dieser spurtet Richtung Tor und der hinterher eilende Calbert bringt den Laudaer Stürmer im Sechzehner zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelt Ahmet Yenisen mit etwas Glück, denn VfR-Schlussmann Johannes Hoffmann ist noch mit der Hand am Ball, dieser schlägt jedoch unter der Latte ein (6.). Das erste Gegentor für die Mannheimer nach 401 Minuten. Auch das letzte im Spiel beim SV Waldhof II hatte aus einem Elfmeter resultiert.

Die Rasenspieler zeigten sich keineswegs beeindruckt vom frühen Rückstand, sondern spielten munter nach vorne. Einzig die Präzision im Angriffsspiel ließ zu wünschen übrig, so dass die erste Torchance sich zunächst nicht einstellen wollte. Dass sich die Gäste nun immer mehr hinten reinstellten und auf Konter lauerten, machte die Sache für den VfR nicht einfacher. In der 28. Minute hätte einer dieser Gegenstöße des FVL beinahe zum Erfolg geführt, doch Hoffmann rettet gegen Chris Moschüring mit einer klasse Fußabwehr.

Nach einer guten halben Stunde die Riesenmöglichkeit für den VfR den Ausgleich zu erzielen: Christian Mühlbauer zieht aus über zwanzig Metern einfach mal ab, Julian Bach macht sich ganz lang, die Kugel knallt an den Pfosten, von dort an den Kopf des Laudaer Keepers und schließlich zischt der Ball am Pfosten vorbei ins Aus (33.). Nur wenig später steht Bach erneut im Mittelpunkt als er mit einem Riesenreflex einen Schuss von Reinhard Schenker zur Ecke klärt (35.).

Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt längst überfällig gewesen, doch es kam wie so oft ganz anders. Wenige Minuten vor der Halbzeitpause bekommt der FV Lauda in zentraler Position einen Freistoß zugesprochen, Basri Tiryaki schnappt sich den Ball und zirkelt diesen wunderschön und unhaltbar in den Winkel – das 0:2 (43.).

VfR-Trainer Gernot Jüllich, nicht unbedingt ein Freund von frühen Auswechslungen, machte in der Pause gleich doppelt davon Gebrauch. Für den zu letzt überragenden Marcel Calbert, der heute einen rabenschwarzen Tag erwischte, rückte Saimir Kasemi in die Innenverteidigung und für den Matchwinner in Pforzheim, Papa N’Diaga Thiam, kam Bartosz Franke. Das goldene Händchen von Jüllich sollte sich bezahlt machen, denn vor allem Franke brachte ordentlich Zug ins VfR-Spiel, und nicht nur das.

Nach einer Zuckerflanke von Richard Wegmann steigt Franke am höchsten in die Luft und köpft den Ball zum 1:2 in die Maschen (55.). Keine 60 Sekunden später der VfR schon wieder weit in Laudas Hälfte, Reinhard Schenker wirft einen Einwurf genau in den Lauf von Christoph Jüllich, dieser läuft noch ein paar Meter und spitzelt den Ball schließlich zum 2:2-Ausgleich ins Tor (56.). Was danach folgte war umso tragischer, denn der bereits mit Gelb vorbelastete Torschütze suchte in der Euphorie den direkten Weg zu seinem jüngeren Bruder Max, der auf der Haupttribüne saß und somit außerhalb des Spielfeldes. Dem Schiedsrichter blieb gar nichts anderes übrig, als Jüllich mit der Ampelkarte des Feldes zu verweisen (57.).

Die Partie war nun an Dramatik nicht zu überbieten. Wie auch schon Pforzheim, war es aber nicht der Gegner der von der Hinausstellung profitierte, sondern der VfR gab nun erst richtig Gas. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor des FV Lauda zu, den der Doppelschlag sichtlich in einen Schockzustand versetzt hatte. Das 3:2 für die Gastgeber lag in der Luft. Die besten Chancen vergaben jedoch Bartosz Franke, der erneut mit dem Kopf hätte einnetzen müssen (61.), und Christian Mühlbauer, der nur den Außenpfosten traf (76.). Am Ende mussten die Rasenspieler jedoch mit dem einen Punkt zufrieden sein. Während dies beim VfR sicher so nicht eingeplant war, war es für den FV Lauda nach dem 0:0 in Pforzheim erneut ein überraschender Auswärts-Punktgewinn.

VfR Mannheim: Hoffmann – Calbert (46. Kasemi), Wegmann, Oppong, Bayram, Kocak (81. Meinfelder), Mühlbauer, Schenker, Jüllich, Thiam (46. Franke), Özgün

FV Lauda: Bach – Gerberich, Romano (69. Moll), Volk, Braun, Yenisen, Kempf, Tiryaki, Baumann (81. Ochs), Kandazoglu, Moschüring (92. Can)

Schiedsrichter: Cem Tekinarslan (Karlsruhe)
Gelb-Rot: Jüllich (VfR, 57.)

Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Yenisen (6., FE), 0:2 Tiryaki (43.), 1:2 Franke (55.), 2:2 Jüllich (56.)

Sven Wolf

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