Skip to content
Logo von Die Fans
Menu
  • Hertha BSC
  • Impressum
  • Mommsenstadion
  • Volksparkstadion Mariendorf
Menu

Schmeichelhafte Punkteteilung gegen Münchenbernsdorf II

Posted on 27. Oktober 2008 by NOFB

Was sollte das für ein Spiel werden? Da sich die Mannschaft des SV 1924 Münchenbernsdorf II in der Vorwoche durch drei gelb-rote und eine rote Karte personell extrem dezimiert hatten, wussten die Verantwortlichen des SV Wismut Seelingstädt nicht, was auf sie zu kommen wird. Es stellte sich sogar die Frage, ob die Gegner überhaupt anreisen werden.

Ja sie kamen und es konnte auch gespielt werden. Die Seelingstädter wiederum konnten diesmal trotz zweier Ausfälle, auf eine starke Besetzung blicken. Pünktlich um 14 Uhr wurde die Partie durch die Schiedsrichterin Besser aus Auma angepfiffen. Gleich vorab, sie war eine gute und souveräne Spielleiterin.

Die Seelingstädter standen einer personell stark veränderten Formation von Münchenbernsdorfern gegenüber. Die Männer aus Münchenbernsdorf waren den Kumpeln altersmäßig weit überlegen, was man aber über die gesamte Spielzeit nicht bemerkte und das sollte den Mannen um ‚Atze’ Dietsch doch zu denken geben.

Das Spiel begann eigentlich viel versprechend für die Gastgeber, mit gefälligem Spielaufbau über die Außen gelang man ein ums andere mal vor das Gäste-Tor. Doch richtig zwingendes wollte dabei nicht rauskommen. Nach einer guten viertel Stunde dann mal ein scharfer Ball aufs Bernsdorfer Tor, doch der Keeper mit toller Parade verhinderte die Gastgeber Führung.

Doch kurze Zeit später war es soweit. Nach Ecke, getreten von A. Köhler, und kurzem Gestocher im Strafraum war es A. Fritsche, der zum bis dahin verdienten 1:0 einschieben konnte.

Eigentlich werden die Seelingstädter immer nervös, wenn sie mal in Führung gehen. Aber es sah danach aus, als würden die Wismuter diesmal ruhiger weiter spielen. Danach sah es leider nicht lange aus. Durch viele Abspielfehler, fehlende Laufbereitschaft und dem letzten Willen hier den Sack so schnell wie möglich zu zubinden, waren die Seelingstädter nicht in der Lage, ein ordentliches Spiel aufzuziehen. Was in dieser Phase des Spiels nicht ganz so schlimm schien, da die ‚Altherrenriege’ aus Münchenbernsdorf nicht viel dagegen zu setzen hatte.
So kamen die 1924er eigentlich nur bei Standards zu Chancen, die aber meist kläglich vergeben wurden. Dann der für Zuschauer und Spieler erlösende Halbzeitpfiff.

Halbzeit zwei begann so, wie die erste Hälfte aufgehört hatte. Die Gastgeber waren nicht in der Lage, ein Spiel aufzubauen und die Gäste lauerten auf ihre Chance. Die Kumpel bettelten förmlich um den Ausgleichstreffer, der dann auch folgte. Nach Freistoss war es der Münchenbernsdorfer Kapitän, der im Strafraum am höchsten sprang und mit einem wunderschönen Kopfball den Ausgleich zum 1:1 markierte. Die Seelingstädter waren geschockt und die Gäste merkten das und versuchten nun wiederum, das Spiel für sich zu entscheiden. Jetzt häuften sich die Gästeangriffe und einer konnte nur durch dummes und unfaires Verhalten im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter schoss wiederum der Gästekapitän und nun stand es 1:2.

Der Seelingstädter Trainer Dietsch war nun zum Handeln gezwungen und tauschte gleich den kompletten Sturm aus. Der brachte frischen Wind ins Seelingstädter Angriffsspiel und man konnte kleinere Chancen verbuchen. Nun bewies der Trainer sein glückliches Händchen und brachte für H. Matybe, der wieder mal ein gutes Spiel ablieferte, M.Noack. Dieser wurde nun zum Joker. Nach gutem kämpferischem Einsatz bediente R. Lesch den bereits erwähnten M. Noack und dieser vollendete zum schmeichelhaften 2:2.

Im Gegensatz zu den Hausherren zeigten sich die Gäste mit diesem Resultat nicht zufrieden und kamen noch einmal zu einer brandgefährlichen Situation, als ein Gästestürmer unbedrängt durch die Seelingstädter Abwehr wanderte und Torwart Köhler nur mit der Fußspitze das Debakel verhindern konnte.

Fazit: Nach diesem desolaten Auftritt können die Seelingstädter äußerst zufrieden mit dem Punktgewinn sein. Man muss schnellsten dieses Spiel aufarbeiten. So kann man auch in der allerletzten Liga der Welt nicht bestehen. Man muss provokant fragen: Wo sind der Kampfgeist aus dem letzten Spiel oder auch die spielerischen Leistungen vergangener Partien hin? Ist die Luft bei den Seelingstädtern schon raus? Ich sage: Nein!

Nächste Woche kann man beweisen, dass dies nur ‚ein schlechter Tag’ war. Denn dann geht es zum bisher ungeschlagenen Tabellenführer nach Caaschwitz.

©2026 Die Fans | Design: Newspaperly WordPress Theme