Der Pokalfight blieb aus, und die sonst so attraktive Begegnung der Gemeindepartner blieb grau in grau wie der Nachmittagshimmel. Die in diesen Begegnungen immer starken und kämpferischen Gastgeber aus Blumberg blieben an diesem Nachmittag blass, fanden nicht zu ihrem Spiel und ein kreativer Kopf fehlte auf Seiten der Platzherren. Die fehlenden Leistungsträger konnten nicht ersetzt werden. Anders bei den Gästen aus Ahrensfelde. Trainer Schönfelder konnte fast seine Stammelf aufbieten und seine Mittelfeldakteure Reinkober und Preuß machten das Spiel und sorgten für akute Torgefahr. Mit dem später eingewechselten Marc Stoinski, der mit einer sehr guten Abwehrleistung brillierte, waren sie die Siegesgaranten auf der Seite der Reserve von ‚Nullacht’.
Mit dem Anpfiff von Schiri Heinrich aus Bernau, der oft zu kleinlich aber dennoch sicher und souverän agierte, zeigten die Ahrensfelder ihren Führungsanspruch auf diese Partie. Der Aufsteiger agierte offensiv und drängte auf eine schnelle Führung, mit dem erkennbaren Willen eine Runde weiter zu kommen, nicht vorzeitig die Pokalszenerie zu verlassen. Schönfelder: „Wir brauchen jedes Spiel für den Klassenerhalt in der Barnimliga, der Pokal ist eine gute Ergänzung und Bewährungsprobe.“ Und so agierten seine Mannen, immer um Angriffsfußball bemüht, aber in den Anfangsminuten oft überhastet und leichtsinnig in der Chancenverwertung.
In den Anfangsminuten sahen die rund 50 Zuschauer eine ausgeglichene Begegnung mit Vorteilen für die Gäste, bei denen Kreusche und Greth die ersten guten Möglichkeiten leichtsinnig vergaben. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Reserve der Randberliner dominanter und erspielte sich zwingende Chancen zum Erfolg. Den Führungstreffer erzielte dann in der 20. Spielminute A. Greth, nach einem langen Ball in die Spitze, von Olaf Kreusche. Der Führungstreffer machte die Schönfelder-Elf etwas sicherer im Spielaufbau, die Abschlussschwäche aber blieb. Und so eröffneten sich gute Möglichkeiten für den BSV aus Blumberg. Penkert, den Heinrich in der 85. Minute vom Platz stellte, hatte in der 23. Spielminute die große Chance zum Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am guten Ahrensfelder Keeper Björn Liers.
Die Ballverluste der Ahrensfelder Angreifer sorgten immer wieder für Gefahr vor dem eigenen Kasten, nach gutem Umkehrspiel der Blumberger, denn die Ahrensfelder Offensivabteilung war nicht gewillt im Rückraum zu arbeiten und unterstütze damit die Blumberger Angriffsbemühungen. Nach einer derartigen Fehlleistung konnten die Randberliner einen Blumberger Angriff nur mit einem Foul im eigenen Strafraum unterbinden. Den anschließenden Elfer vergab Ricardo Blume, der Blumberger Spielführer, mehr als leichtsinnig mit einem Schuss in den Nachmittagshimmel. Ein folgenschwerer Fehler, denn die Randberliner agierten von nun an sicherer und waren dem zweiten Tor sehr nahe. In der 32. Minute lenkte dann Blumbergs zweiter Torhüter, Adrian Vogler, mit einer Glanzparade Kochs Kopfball zur Ecke, und verhinderte eindrucksvoll die Vorentscheidung für die Grün-Weißen.
Der K.O. für Blumberg kam dann in der 50. Spielminute. Nach einem Einwurf von Hinz verlängerte Koch auf Henry Preuß, der mit einer schönen Einzelleistung Vogler überwand und unhaltbar zum 2:0 für Ahrensfelde einschoss. Die Reserve der ‚Nullachter’ verstärkte seine Angriffe, aber Th. Koch und O. Kreusche vergaben immer wieder im Abschluss. Eine weitere gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer für den Gastgeber vergab Francesco Höhne in der 61. Spielminute. Nach dieser vergebenen Tormöglichkeit schaffte es das Blumberger Team von Trainer Selle nicht mehr, das Spiel zu drehen und dem Ortsrivalen Paroli zu bieten.
In der 70. Spielminute gelang dann Thomas Koch, nach seinen unzählig vergebenen Möglichkeiten, das 3:0 für seine Mannschaft und dazu ein sehenswertes. Koch nimmt den Ball von Preuß auf, geht über links bis zur Grundlinie. Auf der Grundlinie führt er den Ball zum Tor bis vor den Pfosten. Kurz vor dem Gehäuse schiebt er den Ball, am Pfosten vorbei, ins kurze Eck und erzielt das Tor des Tages. Thomas Koch macht scheinbar nur die Schwierigen rein, denn im Verlauf des Spiels gab es genügend einfachere Chancen die er gnadenlos vergab.
Damit war der Erfolg der Ahrensfelder besiegelt, Trainer Schönfelder im Grundsatz zu frieden und die Fans hoffen auf einen schlagbaren Gegner in Runde zwei.
SV Grün-Weiß Ahrensfelde II: Björn Liers, Thomas Merten(Ronny Hintz),Philipp Wurlitzer(SF) Stephan Lindner, Sascha Reinkober, Alexander Greth(Marc Stoinski), Steve Wagner, Henry Preuß, Tino Nebel(Toni Schäfer), Thomas Koch, Olaf Kreusche – Trainer: Schönfelder, Fielitz
BSV Blumberg: Adrian Vogler, Sandro Lange, Martin Köhler, Francesco Höhne, Ricardo Blume(SF), Andre Dalluhn, Thomas Grohnwald, Phillippe Düskehöff, Daniel Penkert, Matthias Samel, Paul Gorschinak(Paul Naumann) – Trainer: B. Selle
Schiedsrichter: Michael Heinrich, Bernau
Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Greth (20.), 2:0 Preuß (50.), 3:0 Koch (70.)
